Wachsen Gemüse und Salate auch ohne Erde?

IMG 20181122 101222Mit dieser interessanten Frage befassten sich die 10. Klassen im Biologieunterricht bei Lehrer Matthias Keldermann. Sie versuchten, Salat ohne den Einsatz von Erde zu züchten – und verwendeten dabei die „Kratky-Methode“: Der Salat wächst in einem Netzkörbchen im Deckel eines Behälters, gefüllt mit einer Nährstofflösung. Durch die Wurzeln versorgt sich die Pflanze dann mit den Nährstoffen. Die wachsenden Wurzeln passen sich dem sinkenden Füllstand der Nährstofflösung an. Ohne weiteres Zutun entwickelt sich so ein Salat. Benannt wird die Methode nach dem Biologen B.A. Kratky von der Universität auf Hawaii.

Doch funktioniert das auch in großem Stil? Eine Antwort auf diese Frage bekamen die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse bei einem Lerngang zum Gartenbaubetrieb von Manfred Seiler in March-Neuershausen. Er verkauft seine Salatmischungen auf dem Großmarkt in Freiburg, und dieser Salat wird mit einem in Spanien entwickelten „Hydroponic“-System angebaut. Die Funktionsweise dieses Systems erfuhren die Schüler auf einem Rundgang durch die zahlreichen Gewächshäuser des Betriebs.

Manfred Seiler informierte mit großer Begeisterung über die Anzucht der Setzlinge, den Einsatz der Nährstoffe und die Versorgung der Pflanzen mit der Nährlösung. Es ist sogar möglich, einen wachsenden Salat zur Wurzelkontrolle aus dem System zu holen und wieder einzubringen.

Mit den gesammelten Eindrücken können die Zehntklässler nun den eigenen Salatanbau-Versuch neu einschätzen und beurteilen.

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