Workshops zum Programmieren: 3. Ausgabe der „Hackdays“:

„Schon vorbei? Können wir noch länger bleiben?“ – Das fragten Schülerinnen und Schüler der 8. Klassenstufe während der „Hackdays“, noch völlig vertieft in den Überlegungen, ob die WC-Ampel besser mit einer Lichtschranke oder einem
Bewegungsmelder ausgestattet werden soll oder wie eine zufällige Wiedergabe der aufmunternden Witze für die Grundschulkinder beim „WAL-Teddy“ programmiert werden kann.

Für die WAL-Schule haben Informatiklehrer Matthias Keldermann und Konrektorin Daniela Wolber bereits zum dritten Mal die „Hackdays“ organisiert. Teilnehmer an den dreitägigen Workshops – darunter ein Samstag - waren die 42 Achtklässler und Achtklässlerinnen, die bis zur 10. Klasse das Wahlfach Informatik belegt haben. Das Projekt „Hackdays“ der bundesweiten Organisation „Wissenschaft im Dialog“ ist inzwischen fester Bestandteil im Schulcurriculum des Wahlfachs Informatik.

Unterstützt und begleitet von vier Mentoren mit entsprechendem fachlichen Studien- oder Berufshintergrund, sowie einem großzügigen Materialangebot mit den unterschiedlichsten elektronischen Bauteilen, Sensoren und Platinen tüfteln die Jugendlichen in Kleingruppen an den selbst erarbeiteten Fragestellungen. Die Klaus Tschira Stiftung ist dabei bundesweiter Förderer und die Vector Stiftung ist Regionalförderer für Baden-Württemberg.

Klingel 

Die aktuelle Situation der Pandemie findet sich auch in den entstandenen Hacks wieder: So wurden beispielsweise eine Toiletten-Ampel und ein akustischer und optischer Abstandshalter entwickelt. Es gab aber auch einen automatischen Getränkespender und Flaschenöffner, einen „Distributive Bot“, der das Austeilen von Arbeitsmaterialien erleichtern soll, sowie eine digitale Meldeeinrichtung, damit nicht mehr die Hand gehoben werden muss.

Speziell für die jüngeren Kinder in der Grundschule hat eine Gruppe den „WAL-Teddy“ entwickelt, der auf Knopfdruck aufmunternde Witze erzählt. Potenzial zur Weiterentwicklung hat auch die „Sekretariats-Klingel“ mit einer von innen heraus steuerbaren Anzeige.

Experten

Am zweiten Tag wurde die Veranstaltung durch zwei Impulsvorträge bereichert: Alexander Ambs von der Firma SMP in Bötzingen und Moritz Gstädtner vom Autohaus Märtin in Bötzingen gaben Einblicke in ihren digital geprägten Berufsalltag. Die zahlreichen Fragen und anschließenden Gespräche zeugten vom großen Interesse der Schülerinnen und Schüler.

Nachdem bei der ersten Durchführung der „Hackdays“ 2019 ein großer Marktplatz mit zahlreichen Gästen der krönende Abschluss war, 2020 dann aufgrund der Pandemie die ganze Veranstaltung nur im Online-Format stattfinden durfte, war es in diesem Jahr von besonderer Bedeutung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass sie am Samstag die entstandenen Projekte wenigstens einem kleinen Kreis von Interessierten präsentieren durften. Nach vorheriger Anmeldung, 2G-Kontrolle und Einteilung in Gruppen für einen geführten Rundgang durch die Technikräume konnten sich Bürgermeister Dieter Schneckenburger zusammen mit Eltern und einigen Lehrerinnen und Lehrern von der beeindruckenden Vielfalt der entstandenen Projekte überzeugen.

Flaschenöffner

Das Tüfteln und Basteln ist nach diesen drei Tagen nicht beendet. Schon während des Arbeitsprozesses entstanden zahlreiche Ideen, wie die Hacks weiterentwickelt und verbessert werden können. Eine ideale Grundlage für das weitere zukunftsträchtige Lernen im Wahlfach Informatik.