Lernen mit Ede, dem Energiedetektiv!

Ede war wieder an der Wilhelm-August-Lay-Schule! Ede ist der Energiedetektiv, der mit Unterstützung von EnBW an Schulen kommt und Schülerinnen und Schüler über den richtigen Umgang mit Energie aufklärt. Dafür nahm sich Ede (Ralf Schneckenburger) in den Klassen 4a und 4b jeweils einen ganzen Unterrichtsvormittag Zeit.

K1600 IMG 7359Das erste große Thema war die Wärmeenergie: Die Unterscheidung zwischen fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energiequellen, der Vorteil der in der Schule verwendeten Pelletheizung, praktische Möglichkeiten zum Wärmesparen im Schulhaus.

Im zweiten Teil ging es um das große Thema Strom. Dazu hatte Ede viele Versuche mitgebracht: Der Energieverbrauch von verschiedenen Lampenarten wie Glühbirne, LED und Energiesparlampe wurde gemessen und verglichen, auch von weiteren Elektrogeräten wie Zahnbürsten, Rasierapparaten und CD-Playern, die die Schüler eigens mitgebracht hatten. Dass selbst ausgeschaltete Geräte immer noch geringe Mengen verbrauchen, war für viele Kinder neu: Nur eine schaltbare Steckdosenleiste oder das Ziehen des Steckers schützen vor diesem versteckten Stromverbrauch.

Schnell wurde den Schülerinnen und Schülern klar, wo sie etwas für das Energiesparen tun können. Die Ergebnisse des Unterrichtstages mit Ede wurden sorgfältig in einem Heft dokumentiert. Im „naturwissenschaftlichen Aktiv-Pass“, der die WAL-Schüler von Klasse 4 bis Klasse 10 begleitet, wird die Aktion ebenfalls festgehalten. Und das wichtigste Fazit, über das sich auch Ede sehr freute: Die 4. Klassen mit ihren Klassenlehrerinnen Liliane Eberenz da Silva (4a) und Dorothee Birkhofer (4b) haben jetzt einen „Energiespardienst“ eingerichtet, der sich um das Ausschalten der Lichter, das Schließen der Fenster und das richtige Stoßlüften kümmert.

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Bücherkoffer für Erstleser und Erstleserinnen

Nach den Herbstferien wurden wieder vier Bücherkoffer auf eine Reise durch die 1. Klassen der WAL-Schule geschickt. Die Bötzinger Gemeindebücherei unter der Leitung von Angelika Lay stellt jeder 1. Klasse zwei Koffer mit jeweils fünf Medien zur Verfügung, die bis zum Ende des Schuljahres von Kind zu Kind weiter gereicht werden. Die Kinder behalten die Bücherkoffer jeweils für zwei Wochen in ihrer Familie und können sich von Eltern, Großeltern, Geschwistern oder anderen Verwandten und Freunden vorlesen lassen.

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In den Bücherkoffern finden die Kinder ein Erstlesebuch, das nach der Silbenmethode gestaltet ist, ein Geschichtenbuch zum Vorlesen, eine Hör-CD, ein Kindersachbuch und ein Sachbuch, mit dem Kinder und Erwachsene etwas gemeinsam erleben können.

WAL-Schule und Gemeindebücherei wünschen den Kindern und ihren Familien viel Spaß beim Entdecken ihrer Bücherkoffer.

„Juniorwahl“: Bundestagswahl 2017 im Unterricht

Mit den Realschulklassen 10b, 10c und 10d beteiligte sich die Wilhelm-August-Lay-Schule am Projekt „Juniorwahl“, das parallel zur Bundestagswahl 2017 den Schulen in ganz Deutschland angeboten wurde. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine realistische Simulation der Abläufe bei einer Bundestagswahl. Und es geht um die Bedeutsamkeit von Wahlen in einer Demokratie: „Wahltage sind die Feiertage der Demokratie“.

001Im Gemeinschaftskundeunterricht wurden die Schülerinnen und Schüler von ihren Lehrern Bernd Jansen (10c) und Monika Bosch (10b und 10d) in den beiden Wochen vor dem 24. September auf das Wahlverfahren bei einer Bundestagswahl vorbereitet: Es wurden für jede Klasse Wählerverzeichnisse angelegt, Wahlbenachrichtigungen ausgegeben und ein Wahlvorstand gebildet.

Am Freitag vor dem Wahlsonntag war das Wahllokal geöffnet, und in der Wahlkabine konnten die Schüler und Schülerinnen ihre Erst- und Zweitstimme Online abgeben. Wie bei der richtigen Wahl mussten sich die Wählerinnen und Wähler bei den Wahlhelfern identifizieren, bevor sie ihre individuelle PIN erhielten und damit in die Wahlkabine gehen konnten. Nur die Stimmauszählung war komfortabler als im richtigen Wahllokal: Sie wurde vom Computer geleistet, und sie stand am Wahlsonntag bereits um 18 Uhr komplett zur Verfügung.

Alle notwendigen Materialien wurden der Schule vom Projekt Juniorwahl, das unter Federführung der Bundeszentrale für politische Bildung steht, zur Verfügung gestellt. Sie waren zudem konkret auf den Wahlkreis 281 (Freiburg) abgestimmt, so dass für die Wahl der Schüler der Stimmzettel zur Verfügung stand, der auch am Sonntag in den Wahllokalen ausgegeben wurde.

Hier das Ergebnis der Abstimmung der WAL-Zehntklässler:

Von 70 Wahlberechtigten gaben 66 ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 94,3 Prozent. Alle abgegebenen Stimmen waren gültig.

Auszählung Erststimme:

Marschall von Bieberstein, Matern (CDU)                        24 Stimmen

Bender, Julien (SPD)                                                     18 Stimmen

Andreae, Kerstin (Grüne)                                               17 Stimmen

Martens, Andre (Piraten)                                                5 Stimmen

Hösl, Sonja (Tierschutzpartei)                                         2 Stimmen

Pflüger, Tobias (Linke)                                                    2 Stimmen

Uhrmeister, Peter (Bündnis C)                                        1 Stimme

Dr. Hurrle, Adrian (FDP)                                                 1 Stimme

Kempf, Volker (AfD)                                                       1 Stimme

Auszählung Zweitstimme:

SPD                           18 Stimmen

Grüne                         18 Stimmen

CDU                           14 Stimmen

FDP                            6 Stimmen

Tierschutzpartei           4 Stimmen

AfD                             2 Stimmen

V-Partei                       2 Stimmen

Die Linke                     1 Stimme

Die Partei                    1 Stimme

005Für Schulleiter Bernd Friedrich hat die Teilnahme an der Juniorwahl einen großen Lerneffekt bei den Schülerinnen und Schülern ausgelöst: „Wahlverfahren, Stimmzettel, Wahllokal, Wahlkabine – unsere Schüler wissen jetzt genau, was sich dahinter verbirgt.“ Mit keiner anderen Methode hätte man zum Beispiel das demokratische Prinzip einer geheimen Wahl so hautnah erleben können. „Wahrscheinlich wird diese Generation in Zukunft nicht mehr mit Stimmzetteln aus Papier, sondern Online wählen“, so der Rektor.

Dass in diesem Projekt die formale Seite einer Bundestagswahl im Vordergrund stand und die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Programmen der Parteien nur in Ansätzen geleistet werden konnte, liegt, so Friedrich, an der Terminierung: Die Bundestagswahl folgte ja kurz nach Ende der Sommerferien. Und Anfang Juli war der Wahlkampf in den Medien und der Öffentlichkeit noch nicht so präsent. Aber viele Jugendliche hätten doch ihr großes Interesse an politischen Vorgängen zum Ausdruck gebracht – und waren schon recht gut informiert! Weitere Informationen zum Projekt, das auch vom Deutschen Bundestag und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt wird, finden sich unter www.juniorwahl.de